Ostkueste im Schnelldurchlauf

16Feb2014

Da bin ich wieder :)

Noosa

Lange hab ich nichts mehr von mir hoeren lassen...und nun neigt sich meine Zeit hier in Australien -leider- schon dem Ende zu. In ein paar Stunden geht mein Flug nach Neuseeland, wo mich mit Sicherheit weitere 6 wundervolle Wochen erwarten werden. Wobei ich doch traurig bin, Australien nun fuer wahrscheinlich sehr lange Zeit verlassen zu muessen. 3,5 Monate war ich in dem Land, hab viel erlebt, gelernt und habe tolle Leute kennen gelernt. Ich hab Australien in mein Herz geschlossen und bin mir sicher, dass ich irgendwann wieder kommen werde, um mehr von dem tollen Land zu sehen. Aber jetzt geht es erst einmal in ein neues Abenteuer...

Die letzten Wochen, seit meinem letzten Eintrag, sind wie im Flug vergangen. Ich kann im Voraus schon sagen: wir haben viel erlebt, viel gelernt und viel Spass gehabt. Und wir sind viele, viele Kilometer mit unserem Auto gefahren - insgesamt ca. 7000 km in 6 Wochen - von Brisbane bis nach Port Douglas und wieder zurueck bis nach Sydney. Da gibt es viel zu erzaehlen...

Schon bald, nach dem wir unser Auto - Lotte - gekauft hatten, sind wir nach Noosa gefahren. Ein kleiner, suesser Ort an der Ostkueste, der von Reisenden und (sehr) reichen Australiern besiedelt ist. Viele kleine Straende und ein riessen Nationalpark verleihen dem Ort einen besonderen Flair. Kein Wunder, dass wir fast eine Woche dort verbracht hatten. So langsam konnten wir uns auch an das Leben im Auto gewoehnen. Da wir Bekannte in einem Hostel hatten und wir dort Duschen und Essen konnten, war es ein leichter Einstieg ins richtige Backpackerleben.  

Allerdings mussten wir dann doch ziemlich schnell nach Airlie Beach kommen, welches ca. 1000km weiter noerlich von Noosa liegt. Meine Reisepartnerin hatte eine Tour zu den Whitsunday Islands reserviert und musste schon bald ihre Bootstour antreten. Das hiess fuer uns: die 1000km so schnell wie moeglich hinter uns zu bringen. Also sind wir losgefahren. Einen kurzen Stop haben wir in Rainbow Beach eingelegt, um dort ein bisschen im Meer schwimmen zu gehen und zwei Mitfahrer einzusammeln, welche auch schnell nach Airlie Beach kommen mussten. Auch in Bundaberg haben wir einen Stop eingelegt und diesen Stop werden wir alle wohl nie wieder vergessen. Wir konnten bei einer Fuehrung teilzunehmen, bei welcher man, wenn man Glueck hat, Babyschildkroeten direkt nach dem Schluepfen zu sehen. Und wir hatten Glueck. Als diese winzigen Wesen aus dem Sand gekrochen sind, ist einem das Herz aufgegangen. Wir haben verfolgt, wie sie ihre ersten Schritte gemacht haben und wie sie direkt nach dem Schluepfen sich auf den Weg zum Meer gemacht haben, um dort ihr restliches Leben damit zu verbringen, um die Welt zu schwimmen. Es war ein Kampf fuer die kleinen Wesen und es ist so bewunderswert, mit welchem Eifer sie immer wieder versucht haben, ins Meer zu gelangen, wenn sie eine Welle wieder aufs Land gespuelt hatte. Von diesem Ehrgeiz koennen wir uns manchmal eine Scheibe abschneiden ;).

Nach diesem Erlebnis ging eine lange, lange Fahrt los..die Nacht wurde durchgefahren, geschlafen wurde in Schichten und so sind wir rechtzeitig, nach einer gefuehlten Ewigkeit, in Airlie Beach angekommen. So konnte meine Reisepartnerin rechtzeitig ihre Tour zu den Whitsundays antreten (ich hab die selbe Tour zu einem speateren Zeitpunkt auch gemacht,  nur leider hat unsere Buchung vorab nur zusammen gepasst) und ich haben mir 2 entspannte Tage an der Lagune gemacht. Im Meer kann man, je weiter man die Ostkueste nach oben reist, nicht mehr schwimmen. Zu gross ist die Gefahr vor giftigen Quallen, Haien und Krokodilen. Wobei das Meer verlockend aussieht.

Nach dem sie wieder bei mir war, haben wir uns auf den Weg nach Townsville gemacht, um von dort aus die Faehre nach Magnetic Island zu nehmen. Dort hatte ich Bekannte, bei denen wir schlafen konnten. Magnetic Island zaehle ich zu den schoensten Orten in Australien, welche ich gesehen hab. Eine kleine Insel mit ca. 2000 Einwohnern und viel, viel Nationalpark und viele schoene Straende. Dort haben wir zwei Tage verbracht und sind sehr viel gelaufen. Haben Kaengurus gesehen, Aligatoren und einen Koala. Dass es die Haelfte der Zeit geregnet hat, hat uns nicht weiter gestoert. Viel zu verzaubert waren wir von der Schoenheit der Landschaft.


Zurueck in Townsville haben wir den beruehmten Castle Hill bestiegen und statt den gewoehnlichen Weg zu nehmen, sind wir nach oben geklettert. Die Hitze auf unsrem Ruecken wurde nicht beachtet.

Nach Townsville ging es dann weiter die Ostkueste hoch. Mit einen Zwischenstop in Mission Beach sind wir bald in Cairns angekommen. Nachdem wir dort eine Tour zum Great Barrier Reef gebucht hatten, sind wir noch am selben Tag nach Port Douglas gefahren. Dies war der hoechste Punkt an der Ostkueste, den ich bereist habe und er zaehlt, wie Magnetic Island, zu den wundervollsten Orten, die ich jeh gesehen hab. Ein kleiner Kuestenort, welcher nicht viel zu bieten hat, aber trotzdem einem das Gefuehl verleiht: hier musst du bleiben. So haben wir in Port Douglas direkt am Meer geschlafen, einen wundervollen Sonnenuntergang gesehen und die Ruhe genossen. Leider kann man auch dort nicht im Meer schwimmen gehen. Es wuselt wohl von Krokodilen, auch wenn wir keine gesehen haben.

Am naechsten Tag ging es dann zu einem Waterfall Circuit. Eine Strasse von ca. 15 km in der Naehe von Carins, an der vier sehr schoene Wasserfaelle gelegen sind. Dort haben wir den ganzen Tag verbracht. Abends haben wir im beruehmten Gilligans Hostel in Cairns mit einigen Bekannten den Abend ausklingen lassen und haben uns dann bald schlafen gelegt. Denn am naechsten Tag mussten wir fit und frueh auf den Beinen sein.

Unsere Great Barrier Reef - Tour stand an. Es sollte eine Tag lang mit einem Boot zum Reef gehen. Ich sollte das erste Mal in meinem Leben tauchen und wir sollten eine wunderschoene Unterwasserwelt beim schnorcheln betrachten. So schoen, wie es sich jetzt anhoert war es nicht. Es war viel, viel, viel schoener Lachend.

Wir hatten das perfekte Wetter, fast schon zu heiss - und das trotz der Zyklonwarnung die zu diesem Zeitpunkt in Australien herrschte. Wir hatten ein tolles Boot mit einer netten Crew erwischt und wurden ruehrend umsorgt. Fuer reichlich Essen wurde gesorgt und auf dem Roof vom Boot konnte man die Sonne geniesen. Aber nicht das war es, was den Tag so besonders machten. So besonders war das Reef. Diese Farben, diese Fische, diese Weite. Ich kann behaupten, mein erster Tauchgang meines Lebens hat meine Vorstellungen davon uebertroffen. Viel zu schnell war der Tag vorbei. Ein Tag, viel so viele andere Tage hier in Australien, welchen in nie vergessen werde. Ein Tag, der so nicht in Bildern festgehalten werden kann, wie er tatsaechlich war. Und ein Tag, der mir immer wieder innerliche Ruhe schenken wird, wenn ich nur an ihn denke!!!

Da wir nun den hoechsten Punkt an der Ostkueste erreicht hatten, welchen wir uns als Ziel gesetzt hatten, ging es nun wieder die Ostkueste nach unten. So hatten wir die Moeglichkeit, die australische Ostkueste zwei Mal zu bereisen, Bekannte wieder zu treffen und schoene Orte wieder zu sehen.

So kamen wir bald wieder in Airlie Beach an, von wo aus nun auch ich die Tour zu den Whitsunday Islands machen wuerde.

2 Tage, 2 Naechte auf einem Segelboot. Das war ein Abenteuer. Zumal der Zyklon noch nicht komplett abgezogen war und es somit immer wieder geregnet hat und gestuermt hat. Auf einem Segelboot zu sitzen, wenn die Wellen mehrere Meter hoch sind und man das Gefuehl hat, das Boot kippt jeden Moment um, ist eine Erfahrung fuer sich Zwinkernd.Zum Glueck leide ich nicht an Seekrankheit und konnte somit das Spektakel mit einem Lachen hinnehmen.

Die Whitsundays haben sich auf jeden Fall gelohnt, wenn ich mir auch von dem weissen, feinen Sand mehr erhofft hatte. Es war schoen, aber Alles in Allem hat mir die Zeit auf dem Segelboot besser gefallen. Wir hatten eine gute Gruppe und somit jede Menge Spass.

Unsere Reise ging weiter die Ostkueste runter.
Wir haben in Rockhampton und in Agnes Waters/1770 angehalten und dort uebernachtet. An beiden Orten durften wir erfahren, wie nett und gastfreundlich die Australier doch sind. An beiden Orten haben wir nette Einheimische kennen gelernt, mit ihnen die Zeit verbracht, bei ihnen gewohnt oder zusammen mit ihnen gecampt, uns von ihnen durch die Ortschaft fuehren lassen und gemuetliche Abende verbracht. Wir hatten viel Spass und haben das Gefuehl, gute Freunde kennen gelernt zu haben, auch wenn man sich doch ueberhaupt nicht kennt.

Bald sind wir wieder in Rainbow Beach angekommen. Dort stand unsere Tour auf Fraser Island an. Wir hatten eine 3 Tagestour gebucht. Es ging mit 4WD Autos auf die Sandinsel. In jedem Auto sassen 8 Leute und wer einen Fuehrerschein hatte und sich traute, durfte hin und wieder selbst das Steuer uebernehmen.
Wir hatten jeden Menge Spass. Tagsueber wurde Autgefahren und an schoenen Spots angehalten. Abends haben wir gekocht und auf dem Campingplatz alles zusammen gefeiert oder gemuetlich am Strand gesessen.
Wir haben unendliche Weiten an Sand gesehen, vieele Dingos gesehen, wunderschoene Seen und natuerliche Pools gesehen. Es war mal wieder wunderschoen!!! Nach 3 Tagen waren wir allerdings mehr als muede und erfuellt von den Eindruecken :).

Wieder auf dem Festland sind wir wieder nach Brisbane gefahren, weiter nach Surfers Paradise, zu den Rock Pools, wieder nach Byron Bay und nach Nimbin, nach Yamba und nach Newcastle. Wir haben Bekannte wieder getroffen, schoene Orte noch einmal angeschaut und die Zeit mit unseren zwei Mitfahreren, welche wir in Brisbane aufgegabelt haben, genossen. Es ging in grossen und schnellen Schritten die Ostkueste unter. Meine Zeit in Australien ging dem Ende zu und unsere gemeinsame Reise endete in Sydney. Dort mussten wir ziemlich schnell unser Auto verkaufen. Wir hatten noch eine Woche Zeit, dann ging der Flug meiner Reisepartnerin nach Neuseeland, wo wir uns wieder treffen werden. So haben wir noch ein paar schoene Tage in Sydney verbracht, bis es dann hiess, fuer eine Woche Abschied zu nehmen.

Ich habe den Greyhoundbus nach Melbourne genommen. Wollte doch noch eine Woche in meiner Lieblingsstadt verbringen. Und wieder hatte ich dieses tolle Gefuehl. Man muss sich hier einfach wohl fuehlen. Zumal ein sehr guter Freund von zu Hause zum gleichen Zeitpunkt auch in Melbourne war und wir diese Woche zusammen verbringen konnten. Ich hab ihm die Stadt gezeigt, wir waren am Strand in St.Kilda, wir waren bei einem Rugbyspiel und gestern Abend - zum Abschied - sind wir ins Kasino gegangen. Das wollte in unbedingt noch sehen, bevor ich Australien verlasse. Das Kasino ist riessig...und auch wenn man sich vornimmt, nicht zu spielen, man spielt ;). Zur Begruessung habe ich 5$ geschenkt bekommen. Dann habe ich 20$ gewonnen. 20$ verloren. 20$ gewonnen. 20$ verloren. Lachend Was ein Spass. Immerhin kann ich die geschenkten 5$ nun als Plus verzeichnen und den Abend als erfolgreich abhaken ;).

Heute geht also mein Flug, weg von Australien hin zu Neuseeland. Ich bin schon aufgeregt, weiss nicht, was mich dort erwartet. Aber ich bin mir sicher, es wird gut.

Ich werde das naechste Mal frueher von mir hoeren lassen. Die 6 Wochen in Neuseeland werden viel Stoff bieten zum Berichten.

Bis bald,

eure Caroline

Viel zu erzaehlen...

15Jan2014

Halli Hallo meine Lieben,


ich habe schon eine Weile nichts mehr von mir hoeren lassen. Und doch hab ich in den letzten Wochen wieder so viel erlebt. Aber immer einen Computer zu finden, welchen man eine Weile und nicht fuer Unmengen an Geld benutzen kann, ist nicht so einfach.


Seit meinem letzten Eintrag bin ich einige Kilometer weiter die Ostkueste hoch gereist :) Ich schreibe heute aus Brisbane und kann schon im Voraus sagen, dass sich einiges veraendert hat. Ich reise seit Anfang des Jahres nicht mehr alleine, ich bin nicht mehr auf einen Bus oder andere Mitfahrgelegenheiten angewiesen und muss erstmal kein Geld mehr fuer teure Unterkuenfte ausgeben. Was das zu bedeuten hat und wie es dazu kam werde ich im Folgenden erzaehlen.


Zunaechst knuepfe ich aber da an, wo ich das letzte Mal aufgehoert hab: Weihnachten.
Frohe Weihnachten
Ein Weihnachten der anderen Art. Weihnachten ohne Schnee oder Kaelte, ohne Weihnachtsmusik und -duefte, ohne Familie, Freunde und ohne Geschenke. Eine Zeit in der ich viel an zu Hause gedacht habe und gerne bei meiner Familie gewesen waere. Aber dennoch eine Zeit die ich nie missen wollte, weil sie Charme auf ihre eigene Art und Weise hatte. Heiligabend hab ich mit zwei Freunden in einem deutschen Brauhaus verbracht, um ein bisschen ein Heimatfeeling zu bekommen. Mit Wurstsalat, Schnitzel, Bratkartoffeln und deutschem Bier haben wir einen schoenen Abend gehabt. An Weihnachten habe ich mir ein Ticket fuer ein Festival gekauft und habe somit auch da ein komplett anderes Weihnachten verbracht. Statt morgens in die Kirche zu gehn, um danach mit der Familie zusammen zu sitzen und lecker zu Essen, bin ich Mittags losgezogen und bin tanzen gegangen. Leider hat es geregnet, sonst waere es wohl das perfekte andere Weihnachten gewesen :).


Die Tage bis Silvester vergingen wie im Flug. Und als der grosse und lang ersehnte Tag in Sydney endlich da war, konnte ich es fast nicht glauben, wie schnell die Zeit doch vergangen ist. Silvester in Sydney war awesome. Wir sind auf eine Aussichtsplattform ueberhalb von Bondi Beach gegangen, da wir dem Gedraenge in der City aus dem Weg gehen wollten. Von dort aus hat man alle Feuerwerke gesehen und wir waren in der Gesellschaft von vielen Einheimischen und anderen Travellern. Somit hatten wir ein richtig schoenes Silvester mit mehreren tollen Feuerwerken. Ich hoffe ihr seid auch alle gut und gesund im neuen Jahr angekommen. Ich wuensche euch allen alles alles Gute fuer das neue Jahr, viel Glueck und Freude. Viele schoene und unvergessliche Momente und vergesst im Alltagstrubel nicht, die schoenen Dinge im Leben wahrzunehmen und euch daran zu erfreuen. Das gibt euch oft in weniger schoenen Momenten den Anreiz trotzdem mit einem Lachen durch das Leben zu gehen!


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Fuer mich ging das neue Jahr gut los.
Ich hab in den Blue Mountains ein Maedchen kennen gelernt, welche ich in Sydney wieder getroffen hab. Es war wie: gesucht und gefunden. Und so hab ich meine jetzige Reisepartnerin kennen gelernt mit der ich jetzt schon eine unvergessliche Zeit hier erleben durfe.
Am 02.Januar wollten wir weiter reisen nach Byron Bay. Wir wussten bis frueh morgens nur noch nicht wie. Also wurde das Internet durchstoebert nach Mitfahrgelegenheiten. Wie das Glueck so wollte, haben wir die perfekten Leute fuer uns gefunden. Um 8 Uhr morgens angerufen, um 11 Uhr morgen losgefahren.  So sind wir mit drei netten Australiern und zwei anderen Maedels komplett kostenlos die 800km nach Byron Bay gefahren und haben ein lustiges Wochenende auf einem Campingplatz mit ihnen verbracht. Selbst fuer unser Essen wurde gesorgt, somit hatten wir da auch keine Ausgaben. Und wir hatten eine unvergesslich schoene Zeit. Tagsueber am Strand gelegen, abends gegrillt und ausgegangen oder einfach nur an der Strandpromenade gesessen und den Leuten beim Muszieren und Tanzen zugeschaut. Byron Bay kann man sich als eine kleine Hippiestadt vorstellen. Wer weg vom Stadttrubel moechte, eine ruhige Auszeit sucht aber dennoch von Leuten umgeben sein will, der geht nach Byron Bay. Dort ist alles etwas langsamer und ruhiger aber niemals langweilig. Wir waren auch in Nimbin und wer dachte in Byron Bay gibt es vieeele Hippies, der wird dort nur staunen. Wenn in einer Stadt (oder doch eher Dorf Zwinkernd) der Komsum von Cannabis von der Regierung aus toleriert wird, muss man weiter nichts sagen. Ein lustiger Tagesausflug.


Byron


Nach dem Wochenende ging es dann weiter nach Surfers Paradise an der Gold Coast. Uns haben zwei Franzoesinnen mitgenommen und somit sind wir sehr guenstig an den nicht enden wollenden Strand gekommen. Wenn man allerdings aus einer Stadt wie Byron Bay kommt und auf einmal von Hochhaeusern umgeben ist und in der Partyhochburg von Australien aussteigt, ist man erst einmal geschockt. Wir haben also beschlossen uns eine Unterkunft fuer 2 Naechte zu suchen und dann schnell weiter zu reisen. Dies sollte sich zunaechst als schwierig erweisen, denn in den australischen Schulferien ist Surfers ziemlich ueberfuellt. Wir hatten das Glueck, einen Australier zu treffen, der in seiner WG zufaellig noch ein freies Zimmer hatte. Nicht lange gezoegert und eingezogen und statt der geplanten 2 Tage eine komplette Woche dort gewohnt. Irgendwann wird man mitgerissen und man faengt an, es dort zu lieben. Tage am Strand, Joggen am Meer, Party in der Nacht, Tandem fahren an der Kueste, Shoppen, Kino, Wanderungen im Nationalpark,... Nach einer Woche haben wir, auch wenn wir traurig waren, dass wir gehen mussten, unsere Backpacks gepackt und beschlossen nach Brisbane zu reisen. Da wir keine Mitfahrgelegenheit hatten, haben wir ein schoenes Schild geschrieben und uns im Trampen probiert. Keine 5 Minuten gewartet, hatten wir unsere erste Mitfahrgelegenheit, dem leider nach weniger Kilometern das Auto kaputt gegangen ist. Also wieder versucht zu trampen und schon hatten wir unseren Lift nach Brisbane.



Dort bin ich nun seit drei Tagen. Viel gesehen haben wir noch nicht, da wir die meiste Zeit damit verbracht haben uns ein eigenes Auto zu suchen. Es ist viel angenehmer, nicht immer auf andere angewiesen zu sein. Da wir ja nun zu zweit sind, koennen wir die Kosten fuer ein Auto auch leichter stemmen. Und hier ist es, unsre Lotti:


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Ab sofort heisst es also fuer uns: Leben im Auto, um die Kosten fuer die Unterkuenfte zu sparen :). Ab heute geht es los und ich bin schon gespannt euch berichten zu koennen, wie sich ein solches Leben anfuehlt und wie es mir dabei ergeht :))).


Eure Caro

Eine kleine Auszeit vom Trubel :)

24Dez2013

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Die Blue Mountains an sich hätten schon einen eigenen Eintrag verdient. Leider hat es mit dem Wlan nicht funktioniert, deswegen schreibe ich jetzt wieder aus Sydney.

Die vier Tage in den Blue Mountains waren für mich wie ein kleiner Urlaub (im Urlaub). Schade, dass ich nicht länger reserviert hatte und meinen Mitbewohnern in Syndey ab dem 20.12. für die Wohnung zugesagt hatte.

Die Blue Mountains - ein Nationalpark..nein viele Natoinalpärke zu sammen, welche sich über unendliche Weiten hinweg erstrecken und ein Landschaftsbild bieten, dass einem kurz der Atem stockt, wenn man es das erste Mal sieht und immer wieder Herzklopfen erzeugt, wenn man nur daran denkt. Ein Ort, an dem man zu sich finden kann, an dem nur du selbst zählst und du du selbst sein kannst. Leider sehen das viele der Massen an Touristen nicht, die ihren Tagesausflug in die Berge machen, um die Hauptattraktionen zu sehen, ein paar Bilder zu machen um abends dann zufrieden wieder nach Hause fahren. Wer mich kennt, weiß, dass ich mehr sehen will, weg von den Tousimassen und rein in die Natur. Und so habe ich es dann auch gemacht. Ich brauche das Adrenalin, liebe das Extreme, suche aber auch die Ruhe und wer das sucht, ist in den Mountains an der richtigen Adresse.
Weg vom Stadttrubel habe ich mir also eine kleine Auszeit genommen. Ich hab die ersten Tage bewusst wenig Kontakt zu den Anderen gesucht und hab die ersten beiden Touren alleine unternommen. Wenn man jeden Tag umgeben ist von Menschen und kaum eine Privatsphäre hat, ist man froh um ein paar Stunden Ruhe. Vielleicht etwas naiv, aber da ich mich an die ausgeschilderten Wege gehalten hab, wäre im Zweifel nach spätestens 30 Minuten jemand vorbei gekommen. Und über die Schlangen, Spinnen und sonstigen giftigen Tiere darf man sich einfach keine Gedanken machen. Sie gehören eben zur Natur dazu und wenn man ein Tier sieht, ruhig bleiben und langsam weglaufen ;). Außer Echsen und Spinnen habe ich nichts böses gesehen.

Für die erste Tour hab ich über 5 Stunden gebraucht. Aber auch nur, weil ich ständig stehen geblieben bin, in die unendlichen Weiten geschaut habe, an Wasserfällen gegessen habe und immer wieder auf andere Wege abgebogen bin, weil es dort wieder einen schönen Aussichtspunkt geben soll. Die erste Tour ging von Katoomba aus und startet am Touristenpunkt: Echopoints und The Three Sisters. Von dort aus geht es eine ewig lange Treppe die Klippen runter.  In dem Moment taten mir die Leute leid, welche sich dazu entschlossen hatten, den Weg in die andere Richtung zu laufen und sich nun diese Treppen mit gequältem Gesichtsausdruck hochschleppten.
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Dass ich am nächsten Tag noch wesentlich mehr und viel steilere Treppen hoch steigen werde, wusste ich in dem Moment noch nicht ;). Weiter führt der Weg an unzähligen Aussichten vorbei und an einigen sehr schönen, aber kleineren Wasserfällen.

Wasserfälle hat es dort jede Menge. Also hab ich mich am nächsten Tag nach den schönsten und nicht zu überlaufenen erkundigt. So bin ich an den Wentworth Falls gelandet und dort hieß es: Klippen steigen, klettern, Treppen steigen und das bei 35°C im Schatten. Als Belohnung gibt es das:
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und das:
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und das:image.

Ab dem nächsten Tag war ich dann nicht mehr alleine. Ich hab einen Mitbewohner vom Hostel geschnappt und bin mit ihm zu den Minihahafalls gelaufen. Uns wurde gesagt, dort gibt es kaum Touristen und dort könnt ihr schwimmen gehen *.*. Letzteres wäre schon Grund alleine gewesen, dort hin zu gehen. Nach etwas mehr als einer Stunde laufen haben wir den Wasserfall erreicht und trauten unsren Augen kaum:
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Wenn sich so ein Bild vor einem auftut, kann man nur noch staunen. Dort haben wir also den heißen (fast 40°C) Tag verbracht, in der Sonne gelegen und hin und wieder ins (eis!!!!)kalte Wasser gesprungen. Das war wie im Film und spätestens nach dem Tag bin ich tiefenentspannt (hoffentlich hält es eine Weile ;) ). Aber ich glaube, ab sofort werde ich, wenn mir etwas zu viel wird oder mich der Stress in Deutschland wieder einholt die Augen schließen und an diesen Ort denken - das wird alles gut machen :).
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So ging nun auch meine Zeit in den Blue Mountains (viel zu schnell) vorbei. Mit Muskelkater und voller Energie ging es zurück nach Sydney. Hier wohne ich jetzt in einer WG, 20m zum Strand in Bondi Beach. Meine Mitbewohner sind nett und somit stört es nicht, dass wir zu 4 (manchmal auch zu 6) in einem Zimmer wohnen. An die Isomatte hab ich mich auch schon gewöhnt. Die Zeit verbringe ich mit ihnen oder mit anderen Bekannten, die ich hier in Sydney habe. Mittlerweile gibt es jede Menge Leute hier, mit denen ich gerne die Stunden tot schlage.

Heute ist Heiligabend. In Australien wird das nicht gefeiert. Wir wollen uns das allerdings nicht nehmen lassen. Geplant war ein BBQ am Strand. Allerdings ist es heute sehr kalt und wir werden uns wohl doch eher in ein Restaurant begeben und uns dort ein gutes Essen gönnen.  Sowas gibt es für uns normal nicht, weil es eigentlich viel zu teuer ist. Aber es ist schließlich Weihnachten.
So richtig in Stimmung bin ich nicht. Besser gesagt: überhaupt nicht. Vielleicht kommt es heute abend.

Ich wünsche euch nochmal wunderschöne Feiertage und frohe Weihnachten!!

Bis bald :)
Eure Caro

2 Wochen Sydney - die Zeit vergeht wie im Flug

16Dez2013

Halli Hallo Cool und liebe Gruesse ins kalte Deutschland - aus dem warmen Australien

 

(heute kann ich sogar von einem richtigem Computer aus schreiben - welch Luxus!!!)

 

Die letzten zwei Wochen in Sydney sind wie im Flug vergangen und ich frage mich, wo die Zeit geblieben ist...wenn es so weiter geht, bin ich ja schon bald wieder zu Hause Lachend.

 

Als ich - krank - in Sydney angekommen bin und meine gefuehlen 100kg Gepaeck (siehe Bild) in das Hostel Naehe Kings Cross geschleppt hatte, bin ich erst einmal tot muede ins Bett gefallen und wollte nichts mehr von der Aussenwelt wissen.


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Aber weit gefehlt. Kaum ins Bett gefallen, bin ich fast wieder rausgesprungen (Lachend ich konnte naemlich, gefuehlt, jede Feder der Matratze spueren). Also hab ich mich in meinem neuen Zuhause fuer die naechsten zwei Wochen umgeschaut und wollte eigentlich direkt wieder gehen: Dreck, soweit das Auge reicht, Kakerlaken, alt und kaputt... Allerdings war die Lage perfekt. Direkt zwischen Innenstadt und Kings Cross - dem beruechtigten Partyviertel von Sydney. Also Augen zu und durch. Ein Backpacker muss mit jeder Situation zurecht kommen ;). Und jetzt, nach zwei Wochen, muss ich zugeben: so schlimm war es garnicht. Man macht das Beste aus jeder Situation und gewoehnt sich daran. Ausserdem hatte ich eine richtig tolle Zeit in dem Hostel und wuerde sofort wieder zurueck gehen (vorausgesetzt die selben Leute waeren auch wieder dort ;-) ).

 

Die ersten Tage in Sydney bestanden hauptsaechlich aus Sightseeing und gesund werden. So richtig wohl habe ich mich allerdings nicht gefuehlt. Wenn man aus Melbourne kommt, ist es ein ziemlicher Kontrast. In der City ist man umgeben von Wolkenkratzern und man hat das Gefuehl, die Sonne hat keinen Platz, um zwischen den Haeusern hindurch zu scheinen.  Aber auch daran gewoehnt man sich und man lernt es zu lieben.
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Am liebsten hab ich mich im Royal Botanic Garden aufgehalten. Ob relaxen, joggen oder einfach nur rumlaufen, es ist wunderschoen!
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Natuerlich war ich auch an den Straenden in Sydney. Manly und Bondi Beach sind zwar die typischen Touristenstraende, aber dennoch sehr schoen.


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Die Abende hab ich selten alleine verbracht. Im Hostel hat sich schnell eine kleine Gruppe gebildet und zudem waren Bekannte von mir aus Melbourne auch in Sydney. Ob Clubbing bis spaet in die Nacht, DVD-Abende, Pub-Besuche oder einfach nur lange Gespraeche auf dem Rooftop - langweilig wurde es nie :)


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Heute habe ich das Hostel und Sydney dann mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. Da ich am Freitag wieder zurueck nach Sydney komme, ist es nicht so schlimm. Allerdings werde ich nicht wieder zurueck in diese Unterkunft gehen. Die letzten Tage hat sich ergeben, dass ich Weihnachten und Silvester in einer WG mit vier Weiteren verbringen werde. Die Wohnung ist zwar sehr klein, dafuer direkt am Bondi Beach und fuer mich sehr guenstig.
Fuer mich und eine Freundin aus Melbourne, welche am Samstag auch nach Sydney kommt, heisst es dann zwar: auf dem Boden/auf der Isomatte schlafen - aber wie ich schon geschrieben hab: man gewoehnt sich an alles.

 

Da ich nicht 5 Wochen am Stueck in Sydney bleiben will, sondern mehr von der Umgebung und von Australien sehen will, bin ich heute morgen mit dem Zug in die Blue Mountains gefahren. Hier wohne ich in einer kleinen Stadt namens Katoomba. Im Vergleich zu Sydney und Melbourne ist es eher ein Dorf und erinnert mich etwas an meine Heimat Mosbach - klein und mitten im Wald. Allerdings mit dem Unterschied: die Restaurants sind voll, Hektik ist ein Fremdwort und jeder ist einfach so freundlich.

 

In vier Tagen geht es dann wieder zurueck nach Sydney, um dort hoffentlich ein schoenes Weihnachtsfest in kleiner Runde zu feiern.


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Euch wuensche ist allen wunderschoene Feiertage und weisse Weihnachten. Geniesst die Zeit mit euren Lieben und lasst es euch gut gehen!!!

 

Fuer mich wird es dieses Jahr eine komplett neue Erfahrung - ich freue mich drauf!

 

 

 

Bis bald, eure Caro

Melbourne, die Stadt der Träume und Canberra, eine Hauptstadt ohne Hauptstadtflair

03Dez2013

Da bin ich wieder :)

Und mittlerweile bin ich auch nicht mehr in Melbourne, sondern ich sitze in einem (überteuertem - allerdings das einzige) Hostel in Canberra - der Hauptstadt von Australien.

Nachdem ich noch eine tolle Woche in Melbourne verbracht hatte, wollte ich weiter, um mehr von Australien zu sehen.

Die letzten Tage in Melbourne waren sehr schön. Ich hatte tolle Leute um mich und in die Stadt habe ich mich etwas verliebt :).  Sie hat etwas besonderes. Vielleicht ist es die Mischung aus Großstadt, Multikulti, Natur,  Kunst und das Gefühl von Freiheit.
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Ich bin sicher, jeder der nach Melbourne kommt, wird das gleiche empfinden. In jeder Ecke gibt es Neues zu entdecken, überall sind Gemälde an den Wänden, es gibt tausende Künstler und die Menschen sind trotz Großstadt alle so gemütlich, gesprächig und hilfsbereit. Einzig und allein ist es das Wetter, welches mir nicht so sehr gefalllen hat. Am einen Tag ist es eisig kalt, am nächsten Tag ist es so heiß, dass man nur am Stand liegen möchte, jedoch kann es passieren, dass es abends dann wieder so kalt ist, dass man mit einer dicken Jacke aus dem Haus gehen muss.  Das Wetter ist sehr sprunghaft und schwer absehbar.

Die letzten Tage hab ich mit Jenny, Yanick und Viola verbacht. Alle drei hab ich in Melbourne kennen gelernt und sofort ins Herz geschlossen. Ich hätte gerne noch viel mehr Zeit mit euch verbracht :). Wir waren am Stand, haben Sightseeing gemacht, waren feiern, haben Märkte besucht oder die Zeit in der Stadt verbracht.  Ich hoffe ich sehe euch alle wieder. Der Abschied viel schwer.
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Aber ich wollte weiter, wollte mehr von Australien sehen. Und da die anderen nicht aus Melbourne weg konnten (beruflich usw.), bin ich alleine weiter gezogen.

Ich bin mit dem Greyhound-Nachtbus bis nach Canberra gefahren - die Hauptstadt von Australien. Naja, wäre es nicht die Hauptstadt, wäre ich wohl nicht hier her gekommen..aber diese sollte man schon mal gesehen haben. Kaum zu glauben: Canberra wird dieses Jahr 100 Jahre alt - richtig jung!! Zu diesem Anlass gibt es hier einen kostenlosen Bus, welcher alle Sehenswürdigkeiten anfährt. Diesen hab ich natürlich auch voll genutzt. Außer Museen, Denkmäler, das Parlament, einem Shoppingcenter und einer Flusspromenade gibt es hier nämlich nicht viel. 
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Das ist der Grund, warum ich jetzt, 3 Tage später wieder auf den Greyhoundbus warte und gleich Richtung Sydney fahre.
Auch hier habe ich wieder tolle Leute getroffen. Ich muss ich wohl an das Verabschieden gewöhnen...

Ich bin gespannt, was mich in Sydney erwartet.  Dort werde ich voraussichtlich längere Zeit verbringen -  vorausgesetzt ich finde eine Unterkunft über Weihnachten und Silvester. Es ist fast alles ausgebucht oder vieel zu teuer.

Ich lasse von mir hören.

Viele Grüße nach Hause.

Eure Caro

Great Ocean Road und zurück in Melbourne

23Nov2013

Eins vorweg: Jeder der nach Australien kommt sollte die GOR machen und jeder sollte einen Van oder zumindest ein Auto haben. :) Also merkt es euch, falls es euch mal hier her verschlägt.  Weil ohne Van hätten wir alle diese tollen Orte niemals gefunden.

Wir haben uns also am Montag tatsächlich einen Campingvan gemietet und uns auf den Weg gemacht, die Great Ocean Road zu erkunden. Eine Straße im Süden von Australien, welche vieeele Kilometer nur an der Küste entlang geht. Man findet einsame Strände, Surferstrände, Wasserfälle, süße Küstenstädtchen und ganz viel Meer, gute Luft und trifft nette Leute.

Schon die ersten Meter waren eine große Herausforderung. Wir - keiner von uns jemals im Linksverkehr gefahren - müssen uns mit dem Van direkt auf den Weg durch die Stadt machen. Mit etwas Adrenalin im Blut haben wir es nach gut 30 min geschafft, unversehrt auf der Autobahn zu landen und Richtung Great Ocean Road zu fahren. Nach ca. 2 Stunden sind wir in Torquay angekommen und konnten unseren Augen nicht trauen. Hellblaues Meer, Sonne und wooow: was ein Strand.
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Da hat sich nicht die Frage gestellt, ob wir weiter fahren ;). Also raus aus dem Van und ab zum Strand.
Als wir einige Zeit dort und an weiteren Ständen verbracht hatten und es langsam um die Frage ging, wo wir unseren Van über Nacht hinstellen können, haben wir beschlossen, einen kostenlosen Campingplatz zu suchen. Naja, wir mussten lernen: wer an der GOR kostenlos Campen will muss entweder auf den Luxus von Toilette und Dusche verzichten, und stellt sich auf einen der wenigen Parkplätze auf denen Campen erlaubt ist. Oder man stellt sich vorbotener Weise an einen Strand, wo es meistens zumindest eine Toilette und ein Waschbecken gibt und hofft, dass man nicht erwischt wird...;). Wir haben uns für letzteres entschieden, da wir einen einsamen Strand entdeckt hatten und schöner man nicht Campen hätte können. 
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Nachdem wir morgens von Meerrauschen geweckt wurden und am Strand gefrühstückt hatten, ging unsere Reise weiter. Entlang der Küste (ich am Steuer), bis wir ein Schild "Sheoak Falls" gelesen haben. Dort haben wir eine kleine Wanderung durch den Wald zu den Wasserfällen gemacht.
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So ging unsere Reise an dem Tag weiter. Fahren, bis ein schöner Ort kommt, anhalten und wieder weiter fahren. Mit der Zeit wurde das Wetter allerdings schlechter, es war kühl und und sehr windig.
Deshalb haben wir die nächsten Tage die schönen Plätze nur kurz angefahren und sind schnell wieder ins Auto. Aber die Twelve Apostles:
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London Bridge und ein Leuchtturm in Portland musste trotzdem sein.

Die nächsten 2 Nächte verbrachten wir ebenfalls an "verbotenen" Stellplätzen in Warrnambool und Ballarat, aber immerhin hatten wir jedes Mal BBQ Grille in der Nähe (die findet man hier in jeder Ecke) und eine Toilette. Und wir wurden nie erwischt!!
Duschen haben wir uns in der Zeit in einem Hostel und einem Schwimmbad für ein paar Dollar gegönnt. ;)
Den Rückweg von Portland sind wir quer durch das Land gefahren. Kilometer lange, gerade Straßen und außer ein paar Farmen keine Zivilisation.

Back in Melbourne hatten wir den Van noch einen Tag. Da es auch hier keine kostenlosen Stellplätze gab haben wir uns einfach an den Yachthafen gestellt.
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-> Von den Sicherheitsbeamten wurden wir glücklicher Weise erst am nächsten Morgen darauf hingewiesen, dass wir hier eigentlich nicht campen dürfen. Hihi.

Jetzt bin ich wieder zurück in Melbourne. Ich bleibe voraussichtlich bis Mitte oder Ende der Woche hier und mache mich dann auf den Weg die Ostküste hoch zu reisen. :)) Wie es genau weiter geht, weiß ich ehrlich gesagt selbst noch nicht genau. Aber ihr werdet es sicher bald erfahren ;).

Liebste Grüße von mir.

Melbourne - die ersten Tage in Australien

17Nov2013

Hallo meine Lieben,

als ich das letzte Mal geschrieben hatte, hier in Melbourne habe es 20-25°C, habe ich wirklich geglaubt, das Wetter würde so bleiben oder besser werden. Stattdessen ist es jeden Tag gefühlt kälter geworden, so dass ich gestern beschlossen habe, dass wenn es am Montag nicht wärmer wird, ich meinen Rucksack packe und irgendwo ins Warme fahre ;). Heute hatten wir dann eine kleine Wende und es wurde etwas wärmer. Ich bleibe allerdings trotzdem nur noch bis morgen hier ;).

Abgesehen vom Wetter fühle ich mich hier ganz wohl. Nachdem ich die ersten Tage mit dem Jetlag zu kämpfen hatte und nachts wach war und am Tag sehr müde, habe ich den Jetlag so langsam überstanden und mich jetzt auch daran gewöhnt mir mit 5 anderen das Zimmer zu teilen, das Bad mit einer ganzen Etage zu teilen und aus dem Rucksack zu leben.
Gewöhnungsbedürftig war auch, dass ich hier keinerlei Verpflichtungen habe. Keiner, der Erwartungen an mich hat und kein fester Plan, wie ich die Zeit einteilen muss. Das einzige auf was ich sehr achten muss ist mein Geld. Es ist so unglaub ich teuer alles. Beispiel: 12 Eier 6-7$, Wurst ähnlich, stilles Wasser 89c...
Aber ähnlich wie zu Hause: der Schnäppchenjäger siegt. Mit der Zeit bekommt man seine Tricks.

Melbourne an sich ist toll. Allerdings habe ich noch nicht viel Sightseeing gemacht, sondern bin lieber mit meinen Bekannten hier durch die Gassen gezogen und habe so die Stadt erkundet. Toll ist hier, dass man in der verwinkelsten Ecken und Gassen plötzlich jede Menge Kaffees findet oder ganze Kustviertel. Man muss nur ein bisschen suchen und schon steht man in einer kleinen anderen Welt in der es scheint, die Zeit sei stehen geblieben.


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Auch am Fluss und am Meer ist es toll. Heute war ich das erste Mal am Stand. Es ging zwar ein kalter Wind aber trotzdem sind wir mehrere Stunden in der Sonne gelegen und haben den Tag genossen.
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Weiter trifft man hier jede Menge Künstler und verrückte Leute. Es kommt vor, dass ein Komiker mitten in der Stadt seine Show beginnt und eine Stunde die Leute unterhält (die tatsächlich auch stehen bleiben und eine Stunde lang zuhören - incl. mir) oder dass sich plötzlich eine Parade bildet mit Musikern und lustig geschminkten Leuten welche durch die Stadt zieht. Auch am Strand entdeckt man immer wieder lustige Gestalten (sie Bild mit Reiter).


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Ab morgen haben wir (ich und drei weirere - Jenny Lorenz und Max) einen Camping-Van für die nächsten 5 Tage gemietet.
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Wir machen uns früh auf den Weg die Great Ocean Road zu befahren, Adelaide zu erkunden und je nach dem wie wir noch Zeit haben ein bisschen ins Ladesinnere zu fahren. Ich bin gespannt, was dort auf uns zukommt :).

Ich lasse nach der Tour wieder von mir hören.

Liebste Grüße aus dem wieder kalten Melbourne.

Eine Stadt mit 1000 Facetten

14Nov2013

Kaum zu glauben, aber meine 3 Tage Aufenthalt in Singapur sind schon wieder zu Ende und ich bin mittlerweile viele Meilen weiter in Melbourne (Australien) angekommen. Nach drei Tagen tropischer Hitze und Regenfälle, als wolle die Welt untergehen, bin ich nun eher im Frühling mit vergleichsweisen "kühlen" 20-25°C angekommen (dazu aber später mehr ;) ).

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Aber nicht, dass ihr jetzt glaubt, ich habe mich wegen des anfangs schlechten Wetters in mein Schneckenhaus (alias Checkers Backpackers Inn Hostel Little India) zurückgezogen. Neinnein. Ich bin mit meiner Regenjacke und guter Laune losgezogen, um die Stadt zu erkunden.
So bin ich doch direkt zu Beginn meiner ersten Tour zur Harbourfront gefahren, um von dort aus mit der Cable Car Seilbahn auf den Mount Faber (zweithöchster Berg in Singapur) zu fahren. Dort habe ich mich auf den Weg zur Henderson Waves Brücke gemacht, weil mein Reiseführer meinte, die muss man gesehen haben. Naja immerhin war ich über einer Stunde bei Dauerregen im Wald spatzieren, um die Brücke zu sehen. Die Aussicht von dort war der Wahnsinn und damit waren die Unannehmlichkeiten außenrum vergessen. (Ich sollte später lernen, dass es in Singapur noch viele weitere schöne Aussichtspunkte gibt.)
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Nach dieser Wanderung bin ich direkt vom Mount Faber mit der Seilbahn auf die Insel Sentosa gefahren - tolle Insel, viel zu sehen, gleicht allerdings mehr einem Wunderland für Touristen.
Am Mittag bin ich nach Marina Bay gefahren. Um es in einem Wort zusammenzufassen: "WOW".


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Ich war baff. Wie können so viele, so schöne und große Gebäude auf einem Fleck sein? Umgeben von Wasser und direkt angrenzend die Gardens by the Bay, in denen ich mich noch Stunden aufgehalten hätte, wäre es nicht dunkel geworden und meine Füße wären fast abgefallen ;) .


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Der nächste Tag ging ähnlich weiter. Ich musste ja alles mitnehmen was ging, da ich eigentlich nur 2 Tage hatte um alles anzuschauen.
Start: Little India. Naja, sollte man gesehen haben, aber ich war schnell wieder in der MRT Richtung Orchard Road, da ich keine Stoffe zum Nähen benötige und die Gerüche mir auch nicht geheuer waren.
Orchard Road - Ein Paradies für jede Frau, nur die Füße haben bald gesteickt. Und ich wollte natürlich noch mehr sehen als irgendwelche Malls (von billig bis seeehr teuer...)


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Weitere Stationen: Raffles Hotel, Esplanade Theater, Riesenrad und Formel 1 Strecke, City Hall und zu guter letzt, weil ich hunger hatte: ein Hawker Center beim Theater. (Einmal traditionell Essen musste sein!!!)
Außerdem konnte ich so Marina Bay noch bei Nacht sehen und kam durch Zufall auf ein wundervolles, kostenloses Konzert.


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Nach zwei tollen Tagen musste ich dann heute Morgen mein Hostelzimmer, welches ich bis zum Schluss für mich alleine hatte, verlassen und machte mich auf den Weg zum Flughafen. So kann ich jetzt liebe Grüße aus Melbourne schicken.

Die Ankunft war zwar chaotisch, aber wer mich kennt, weiß, dass sowas schonmal vorkommt. Nach dem ich aus dem Flugzeug ausgestiegen bin und der Masse gefolgt bin, war ich plötzlich wieder im Boardingbereich für die Weiterreisende. Bis ich das gemerkt hatte, war ich natürlich schon durch den Sicherheitscheck. Also wieder zurück durch die Sicherheitskontrolle, wo ich schon komisch angeschaut wurde, warum ist wieder rückwärts laufe..An der Passkontrolle angekommen merke ich, meine Jacke ist weg. Den Tränen nahe, laufe ich wieder zur Sicherheitskontrolle für das Boarding. DANKE LIEBE AUSTRALIER, dass ihr mich schon mit einem Lächeln und der Jacke in der Hand empfangen habt, sonst hätte ich wohl wirklich geweint.
Also wieder zurück zur Passkontrolle. Von da an lief alles wie am Schnürchen. Shuttlebus gefunden, ins Hostel eingecheckt und ein (diesmal voll belegtes 6Bett-) Zimmer bezogen und da sitze ich nun :)

Ich hoffe, ihr könnt die Bilder gut sehen. Ansonsten bitte Feedback, weil mit dem Smartphone kann man das nicht so gut formatieren.

Somit liebste Grüße aus Australien und ich größter und gespannter Erwartung für die nächsten Tage .

Eure Caro

Erster Stop: Gut angekommen

12Nov2013

SINGAPUR

Hallo meine Lieben,

meine Reise ist gestartet. Gestern Abend bin ich also wirklich ins Flugzeug gestiegen und bin nach Singapur geflogen.
Wenn ich ehrlich bin: das hat richtig richtig Ueberwindung gekostet. Vorallem der Abschied war schlimm. Meine Familie und meine Freundinnen Laura und Jenni haben mich zum Flughafen gebracht. Natuerlich ging das ganze nicht ohne Traenen vonstatten und als ich dann alleine durch den Sicherheitscheck gelaufen bin dachte ich mir nur: man Caro du bist doch echt verrueckt und waere am liebsten wieder zurueck gerannt und mit nach Hause gefahren. Aber es gab kein Zurueck mehr. Ich war eingecheckt und konnte auch bald an Bord gehen. Sobald ich im Flugzeug war, waren alle Sorgen (zeitweise) vergessen.

Abschied 

Ja, jetzt bin ich fuer die naechsten 2 Tage noch in Singapur.

Bei der Ankunft hat alles super geklappt. Visum habe ich sofort bekommen, Rucksack gleich gefunden und Geld war auch schnell gewechselt. Nur dann die grosse Frage: wie komme ich jetzt an das Hostel, in dem ich fuer die naechsten  Naechte wohne...ich wusste es ist in Little India und wo es ungefaehr auf der Karte zu finden ist.
Also hab ich mir ein Ticket fuer die MRT (die Strassen und U-Bahn hier) fuer die  Tage gekauft und bin auf gut Glueck in die erste Bahn gestiegen, welche ich gesehen habe (da stand zumindest eine Haltestelle in meine Richtung drauf Zwinkernd ). - mit einmal Umsteigen bin ich in Little India angekommen (ich sollte oefter auf meinen Instinkt hoeren hihi...).
Die naechste Herausforderung: wie komme ich von der Haltestelle zum Hostel?! Laut meiner Karte konnte es nicht weit sein, doch als ich in die Richtung gelaufen bin war ich ploetzlich mitten auf einem indischen Markt mit Unmengen an Fruechten und anderen Leckereien. Also hab ich mich einfach durchgefragt und 5 Minuten spaeter habe ich meine Unterkunft gefunden. Hier laesst es sich aushalten. Im Moment bin ich in meinem 6 Bett-Zimmer alleine, hier ist es recht sauber und nette Leute habe ich auch kennen gelernt.

erste Unterkunft

Jetzt mache ich mich frisch gestaerkt (Fruehstueck hier: Toast, Eier, Erdnussbutter und Kaffee - thats it) auf dem Weg um die Stadt zu erkunden. Es regnet zwar, was mich allerdings nicht abhaelt :)

Liebste Gruesse aus Singapur,

eure Caro

Bald geht es los

26Okt2013

Hallo und Willkommen auf meinem Reiseblog Lächelnd

Ja, wie der Titel schon sagt, BALD GEHT ES LOS!

In genau zwei Wochen und einem Tag sitze ich im Flugzeug und sage "Tschüss Deutschland" für ein halbes Jahr.

Ob ich aufgeregt bin?? - Und wie!! Fragen wie: "Was kommt auf mich zu?", "Schaffe ich das ganz alleine?", "Reicht mein Geld?", "Habe ich etwas vergessen?", "Werde ich Heimweh bekommen?" und viele, viele weitere Fragen gehen mir durch den Kopf.

Aber all zu viel Zeit, um mir solche Gedanken zu machen habe ich nicht, da ich in meinem "geregelten" Leben in Deutschland ganz schön eingespannt bin. Das ist wohl auch ganz gut so, sonst würde ich vor Aufregung - badisch - im Dreieck dopsen ;).

Im Moment ist die wohl wichtigste Frage, welche mir durch den Kopf geht: "Was packe ich ein, für ein halbes Jahr?" - Zu beachten gilt: Ich habe nur einen großen Rucksack!

Reisevorbereitung

Wie du auf dem Bild sehen kannst, habe ich schon jetzt angefangen, mir Gedanken über mein Gepäck zu machen. Ich werden mich wohl ziemlich einschränken müssen und die Hälfte von dem, das auf dem Bild zu sehen ist, zu Hause lassen müssen.

WICHTIG:

Ich freue mich sehr, dass du Interesse an meinem Blog hast und freue mich, dir meine Reisegeschichte erzählen zu können. Ich werde versuchen, sobald ich Internetzugang bekomme, den Blog zu aktualisieren.

Grobe Reiseroute:

Singapur - Australien (Start in Melbourne) - Neuseeland (Start in Wellington) - Bali

Bei Fragen, Anregungen, News und allem was du mir sagen möchtest, kannst du mich gerne über das Kontaktformular anschreiben. Ich versuche, auf alle Nachrichten zu antworten, kann jedoch nicht versprechen, dass dies umgehend geschehen wird.

Liebe Grüße (noch aus Deutschland),

Caro